"blickwinkel"
Lebenshilfe Flensburg gGmbH
Mürwiker Straße 116
24943 Flensburg

Thorkil Nißen
Tel.: 0461 - 31 34 82 81
thorkil.nissen@lebenshilfe-fl.de
Offen Nr. 14 – Zeitung der Begegnungsstätte der Lebenshilfe Flensburg
Ziel des Inklusionsprojektes im „blickwinkel“ ist das Schaffen eines lebendigen Ortes mit inklusiven sozialen Strukturen.
Der „Treffpunkt „blickwinkel“ dient der Förderung von Gemeinwesenarbeit, wobei immer der Mensch mit seinen besonderen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Das betrifft die Bedürfnisse von Menschen sowohl mit als auch ohne Behinderung, denn eine Veränderung der Haltung Menschen mit Behinderung gegenüber kann nur dann nachhaltig entstehen, wenn mit den Ängsten und Unsicherheiten der „Nichtbehinderten“ offen und wertschätzend umgegangen wird.
Ein Leitsatz der Lebenshilfe lautet: „ Es ist normal verschieden zu sein.“ In unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft ist es allerdings in keiner Weise „normal, verschieden zu sein". Eher ist das Gegenteil der Fall. Integration, also die Wiedereingliederung von Menschen, die auf Grund ihrer Behinderung eine Ausgrenzung erfahren haben, ist selbst in den Köpfen vieler Pädagogen bis Heute ein wesentliches Ziel ihrer Arbeit.
Unter „Inklusion“ verstehen wir unter anderem eine generelle Veränderung der Haltung Menschen gegenüber. „Inklusion“ ist ein Weg für den die Lebenshilfe sich entschieden hat. Das Projekt „blickwinkel“ soll als ein Schritt verstanden werden auf dem Weg dahin, dass „Es wirklich normal ist, verschieden zu sein.“ Ein Ziel ist es, ausgehend von den Räumen des Treffpunktes „blickwinkel“, Strukturen bereits bestehender Angebote im Stadtteil dahingehend zu verändern, dass uneingeschränkte Teilhabe möglich wird. Im Stadtteil Fruerlund befinden sich mehrere Freizeit- und Kulturangebote, die bisher ausschließlich von Menschen ohne Behinderung genutzt werden konnten.
Das Ziel, Strukturen zu verändern im Sinne von Inklusion, gilt sowohl für soziale Einrichtungen, als auch für Einrichtungen oder Betriebe, die selten oder noch nie Kontakt zu Menschen mit Behinderung hatten. Angestrebt wird also eine größtmögliche Vernetzung der im Stadtteil Fruerlund befindlichen Einrichtungen und Organisationen, mit dem Ziel, Teilhabe zu ermöglichen.
Die Räume des „ blickwinkels“ dienen den Menschen des Stadtteils als ein Ort der Begegnung. Die dort stattfindenden Angebote sind für jedermann zugänglich und werden als solche nicht gesondert für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben. Es ist geplant, die Räume an Referenten oder Kursleiter zu vermieten, die ihrerseits ein Interesse an der Durchführung von inklusiven Veranstaltungen haben. Die Durchführung von innovativen, experimentellen Angeboten wie zum Beispiel Clownschule, experimenteller Film und andere Angebote aus dem künstlerischen Bereich in den Räumen des „blickwinkels“ ist uns innerhalb des Projektverlaufs wichtig, unter Anderem um die Etablierung behinderter Künstler zu fördern.
Der „blickwinkel“ bietet die Möglichkeit andere Menschen zu treffen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden. Der Treffpunkt dient dadurch als Impulsgeber von Hilfe zur Selbsthilfe. Die Räume stehen Selbsthilfegruppen zur Verfügung.
Weitere Angebote finden in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur mit anderen Trägern statt.
Ansprechpartner für den „ blickwinkel „ ist unser Mitarbeiter Thorkil Nißen. Er ist unter der Nummer 0461 - 31 34 82 81 und der E-Mail: thorkil.nissen@lebenshilfe-fl.de in der Lebenshilfe zu erreichen.